Dennis (37)

Mal eine Zusammenfassung meiner Erfahrungen, seit ich wieder auf dem sogenannten „Markt“ bin...

Dennis (37)

Meine Vorstellung in Kurzfassung homosexuell zu sein, war immer die mit einem Mann zusammen zu leben, wo es wie in einer klassischen Heterobeziehung läuft. Beide gehen ihrer Arbeit nach, unternehmen gemeinsam Dinge, bauen ein Haus, machen Urlaub zusammen und kümmern sich gemeinsam um alles. Beide sehen sich nicht als selbstverständlich an und die Rollen sind in umgangssprachlich aktiv und passiv verteilt, damit jeder seine sexuelle Befriedigung und Erfüllung findet - und da auch von mir aus bin zart bis hart über Fetisch oder sonst was. An sich könnte man denken das DAS normal wäre...​

Was man jedoch findet sind:​

- Männer, die nicht mal über den Ortsausgang hinaus bereit dazu sind, jemanden kennen zu lernen
- nicht zum Date erscheinen
- keine Kompromisse mehr eingehen wollen
- Pleitegeier
- regelrechte Drogenjunkies, die ohne Chemie nichts anderes mehr kennen und können
- Bisexuelle die sich ausprobieren wollen
- vergebene Fremdgeher
- HIV-Positive, die ausschließlich bare ficken wollen aber nicht wissen, ob die Viruslast grad ok ist
- perverse und gefährliche sexuelle Praktiken wollen, die jenseits jeglicher normalen Vorstellungskraft liegen
- sich eingeengt fühlen, wenn man telefonieren oder sich treffen will, statt permanent zu schreiben
- gerade ältere Männer, die eine Altersgrenze von 20 angeben
- die selbst aussehen wie 5kg Krautsalat, aber size zero erwarten
- die sich nicht festlegen wollen, keinen Plan vom Leben und von der Zukunft haben
- die nach Jahren noch am Ex hängen
- Null Anstrengung und Einsatz zeigen
- permanent nach was Jüngerem, Dünneren und Geilerem schauen
- die im Alter plötzlich feststellen, dass die permanente Fickerei durchs Leben dazu geführt hat, dass sie nun allein sind und sie einen Ruf weghaben
- keine Verantwortung oder Bindung in jeglicher Form für irgendwas übernehmen wollen
- die vor Selbstverliebtheit am vergänglichen und muskulösen Körperbau bald sterben

​Und eins nicht zu vergessen - offenbar sind von allen Schwulen 80% passiv geworden. Da haben die restlichen 20% Aktiven ja die große breite Auswahl und verhalten sich äußerst uncool ohne Stil und Niveau.

Selten sprachlos, aber bitter enttäuscht, verwundert und ich denke das genau die o.g. Punkte Homophobie in der Öffentlichkeit fördern. Äußerst abstoßend und nicht für ein reales Leben bestimmt.

​Also ich muss echt sagen - die gaycommunity hat echt abgeloost die letzten 14 Jahre, als ich weg war - wird Zeit das das mal wieder anders wird.