Let's talk about Sex, Baby!

Aktualisiert: 14. Sept. 2021


Ha ha .... nicht, was ihr denkt .... in anderer Form und Weise ...wir reden über Homosexualität im Tierreich

Homosexualität ist unnatürlich? Ein klares NEIN! Ein Blick ins Tierreich z.B. beweist das Gegenteil. Hier ist es völlig normal und mit der Natur völlig im Einklang. Egal ob Fische, Vögel oder Säugetiere - wie Studien zeigen, praktizieren mindestens 1.500 verschiedene Tierarten gleichgeschlechtliche Paarungen.

"Im Tierreich gibt es einfach keine Homophobie, wenn dann nur Heterophobie." (Jasper Buikx, Biologe am ARTIS Zoo in Amsterdam)

Es gibt im Tierreich einige Gründe für Sex mit dem gleichen Geschlecht. Forscher konnten beobachten, dass es vorkommt, wenn kein Sexualpartner des anderen Geschlechtes verfügbar ist oder - und das ist der häufigste Grund - weil es ihnen einfach Spaß macht.

Mittlerweile kennen wir alle die Berichte von männlichen Pinguin-Paaren, die in Zoos leben und ein Ei adoptieren, es versuchen auszubrüten und bei Erfolg das Küken aufzuziehen. Jetzt könnten wir denken: „Ja in Gefangenschaft usw. …“ Aber auch in der freien Wildbahn ist ein derartiges Sozialverhalten zu beobachten. Die meisten Tiere sind dabei nicht homo-, sondern eher bisexuell. Aber es gibt auch sehr viele Beispiele von stabilen ausschließlich schwulen oder lesbischen Partnerschaften, die manchmal sogar zur Bildung von Familien führen.


Bei einigen Entenarten legen bis zu 20 Prozent homosexuelle Verhaltensweisen an den Tag.

"Es gibt sehr wenige Forscher, die sich mit dem Thema beschäftigen. Es gilt als etwas, das sich nicht gerade sehr positiv auf die wissenschaftliche Laufbahn auswirkt. Wir müssen klarmachen, dass Homosexualität kein Tabu ist." (Jasper Buikx)

Studien zufolge paaren sich 8 Prozent der männlichen Schafe lieber mit einem anderen Männchen. Bonobos paaren sich zur Fortpflanzung mit dem anderen Geschlecht und zum Spaß mit dem gleichen. Bei Giraffen ist gleichgeschlechtliche Paarung die Regel. 90 Prozent aller beobachteten sexuellen Aktivitäten finden mit Partner:innen des gleichen Geschlechts statt.


Wissen wir wirklich, ob ein Tier tatsächlich schwul oder lesbisch ist? Selbst für Forscher:innen ist das sehr schwierig, denn keiner kann die Tiere fragen, was sie fühlen - wir können lediglich ihr Verhalten interpretieren. Aber auch das homosexuelle Verhalten bei Tieren zu interpretieren, ist kompliziert. Das Gebiet benötigt, laut Buikx, mehr Forschung. Das ist einer der Gründe, warum Buikx immer im August zum Amsterdamer Gay-Pride-Festival spezielle Touren durch den ARTIS-Zoo organisiert. Dabei stellt er den Besucher:innen die homosexuellen Tiere vor, die bei ihnen im Zoo leben.


Wenn es die pandemische Situation zulässt, planen die Zoos in München und Nürnberg die Sonderführungen zu diesem Themenkomplex im Tierpark wieder anzubieten, die sich bereits vor zwei Jahren größter Beliebtheit erfreut haben.


Es lohnt sich aber immer ein Besuch im Zoo. Dazu bitte einfach regelmäßig informieren unter:


Münchner Tierpark Hellabrunn

Tierparkstr. 30

81543 München

www.hellabrunn.de



Tiergarten Nürnberg Am Tiergarten 30 90480 Nürnberg

www.tiergarten.nuernberg.de

88 Ansichten1 Kommentar

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

König & König