Homophobie

Das Wort Homophobie setzt sich aus zwei altgriechischen Wörtern zusammen. homòs = „gleich“ phòbos = „Angst“ Der Begriff Homophobie weist demnach auf Angst als Ursache des ablehnenden Verhaltens hin. „Homophobie“ als Wort wurde in den 20er Jahren in der gemischten lateinisch-griechischen Zusammensetzung als „Angst vor dem Mann“ verwendet. 1965 wurde das Wort zum ersten Mal vom US-amerikanischen Psychotherapeuten Georg Weinberg verwendet. Er sagte zu Gregory M. Herek (eine international anerkannte Autorität in Fragen sexueller Minderheiten, einschließlich Stigmatisierung, Vorurteilen und Gewalt aufgrund der sexuellen Orientierung) im Interview: „Ich prägte das Wort ‚homophobia‘, um auszudrücken, dass es eine Furcht vor Homosexuellen war … Es war eine Furcht vor Homosexuellen, die mit einer Furcht vor Verseuchung verbunden zu sein schien, einer Furcht davor, die Dinge für die man kämpfte – Heim und Familie – abzuwerten. Es war eine religiöse Furcht und es hatte zu großer Unmenschlichkeit geführt, wie es die Furcht immer macht.“ 1997 verwendete der Soziologe und Männerforscher Michael Kimmel in einer Zusammensetzung und meinte damit die aktuelle ultimative Angst eines Mannes vor anderen Männern, dass sie ihn als zu wenig maskulin bloßstellen würden. Hinter Homophobie in den verschiedenen Formen stehen neben emotionaler, ausgeprägter Abwehr Vorurteile und Fehlannahmen gegenüber Schwulen und Lesben, die Befürwortung von Diskriminierung bis hin zu äußerstem Hass und körperlicher Gewalt. In allen Ländern dieser Erde ist es bekannt, dass Homosexuelle nur wegen ihrer sexuellen Orientierung ermordet oder schwer verletzt werden. In einigen Staaten ist die Tötung von Homosexuellen sogar staatlich organisiert: In fünf islamischen Ländern werden homosexuelle Handlungen unter Männern mit dem Tode bestraft. Es lässt sich aber unter Erwachsenen in Deutschland im letzten Jahrzehnt feststellen, dass Homophobie in der deutschen Gesellschaft zurückgegangen ist. Die positive Darstellung in den Medien trägt dazu bei. Ein äußerst wichtiger Punkt sind die verschiedenen Aufklärungskampagnen der vielen Organisationen und Vereinen. Die Visualisierung im Alltags- und Berufsleben von homosexuellen Politikern, Schauspielern, Künstler, Sportler und den „einfachen“ Menschen/Paaren sind im Kampf gegen Homophobie ein wichtiger Bestandteil. Ebenso die geänderte Gesetzeslage und Rechtsprechung zur Verfassungsmäßigkeit z.B. mit der Homo-Ehe.

Die Initiative ENOUGH is ENOUGH! OPEN YOUR MOUTH! ist ein Aktionsnetzwerk, welches sich mit ihren Aktionen gegen homophobe und trans*phobe Diskriminierung stellt.









Eine großartige Aktion bei CSDs:

Ein 40 Meter langer Flaggenteppich, der durch die Innenstädte getragen wird, ist eine Mahnung an alle CSD-Teilnehmer, dass in fast 70 Ländern LGBTI* auf Grund ihrer Liebe strafrechtlich verfolgt werden. In 15 Ländern droht Homosexuellen sogar die Todesstrafe, in einem Land droht die Steinigung.




Das Video der Bundeszentrale für politische Bildung veranschaulicht den Begriff "Homophobie" sehr klar:


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