Blutspende von Personen mit sexuellem Risikoverhalten


Bildrechte: Klinikum Stuttgart

Blutspenden ein großer Begriff – Blutspenden ist eine große Geste

Blutspenden kann Jeder – ähhhhh falsch!


Einfach so Blutspenden kann nicht Jeder. Deutschland hält sowie sein Nachbarland Österreich am Blutspendeverbot für Homo- und Bisexuelle Männer fest.

Während andere Länder dieses alte Verbot langsam aufweichen und kippen, bleibt Deutschland und Österreich die ewigen gestrigen.


Die Arbeitsgruppe "Blutspende von Personen mit sexuellem Risikoverhalten" hat bei ihrem Treffen am 27. Januar zwar das Blutspendeverbot für schwule und bisexuelle Männer "intensiv erörtert", aber bislang kein Ergebnis erzielt. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe hat das Ziel einer Ergebnisfindung in der nächsten Sitzung, Ende März 2021.


Die Arbeitsgruppe besteht aus Mitgliedern des Gesundheitsministeriums, von Bundesoberbehörden und der Bundesärztekammer.


Gegenwärtig dürfen in Deutschland Homo- und Bisexuelle Männer nicht Blut spenden, wenn sie in den letzten zwölf Monaten Sex mit einem Mann gehabt haben. Dieses Verbot umfasst auch Sex mit Kondomen und dem Sex mit dem eigenen Ehemann. Heterosexuelle Männer haben dagegen grundsätzlich keine Sexkarenzzeit. Ihnen wird etwa nicht auferlegt, mit ihrem Ehepartner ein Jahr lang enthaltsam zu leben. Dieses pauschale Verbot aufgrund der sexuellen Orientierung ist diskriminierend.


Andere Länder, wie zum Beispiel Italien und Spanien haben das diskriminierende Blutspendeverbot längst gelockert. Aktuelle Studien zeigen: Das Infektionsrisiko hat sich dort nicht erhöht. Auch diese Punkte sollte die Arbeitsgruppe zur Kenntnis nehmen.

Es bleibt abzuwarten, ob Ende März wirklich ein Ergebnis kommt. Diese Verzögerung hat schlimme Folgen für die gesamte Gesellschaft. Sie verschärft die ohnehin schon akute Knappheit an Blutkonserven.


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