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Aktualisiert: vor 4 Tagen


So viele Menschen wurden zwischen 1945 und 1994 wegen einvernehmlicher homosexueller Handlungen in Ost- und hauptsächlich in Westdeutschland verurteilt.


Grundlage waren der berüchtigte §175 in der BRD und § 151 in der DDR.



Am 22. Juli 2017 ist das Gesetz zur strafrechtlichen Rehabilitierung verurteilter Personen (kurz StrRehaHomG) in Kraft getreten.


Das Bundesamt begründet:

Das Verbot gleichgeschlechtlichen Verkehrs sei aus heutiger Sicht in besonderem Maße grundrechts- und menschenrechtswidrig gewesen.


249 Männer und Frauen sind bis jetzt finanziell mit insgesamt ca. 860.000 Euro vom Bund entschädigt worden.


Bis Juli 2022 können Betroffene noch einen Antrag zur Entschädigung stellen.

Zurzeit sind noch 14 Anträge in Bearbeitung.


Bezüglich des Entschädigungsverfahrens können sich die Betroffenen direkt beim

Bundesamt der Justiz informieren.




Ziel sei es auch, so das Bundesamt: Den Betroffenen den Strafmakel zu nehmen, mit dem sie bisher leben mussten.


Lasst uns kurz innehalten und darüber nachdenken, was all diese verurteilten Menschen in dieser Zeit erdulden und erleiden mussten.


Was diese Menschen an psychischem Terror erleiden mussten, kann nicht mit Geld ausgeglichen werden. Existenzen wurden zerstört und Viele haben bis heute unter den Folgen zu leiden.

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